Wie die Klimaethik ihren Gegenstand neu denkt
Zur Konzeptualisierung des Klimawandels
Schlagwörter:
Klimawandel, Klimakrise, Klimaethik, Klimagerechtigkeit, Intergenerationelle GerechtigkeitKey words:
Climate Change, Climate Crisis, Climate Ethics, Climate Justice, Intergenerational JusticeAbstract
Der Klimawandel wird aufgrund des aus ihm erwachsenden enormen Handlungsbedarfs auch in der praktischen Philosophie intensiv diskutiert. Darüber hinaus stellt die Klimaethik als eine Teildisziplin der Umweltethik ein noch sehr junges Forschungsfeld dar, in dem Grundannahmen über den Forschungsgegenstand besonders im Fokus stehen. In diesem Beitrag soll das Augenmerk daher auf drei Debattenstränge in der Klimaethik gerichtet werden, die schlaglichtartig und exemplarisch aufzeigen, wie der Klimawandel gegenwärtig reflektiert wird und inwiefern sich die Klimaethik entwickelt hat. Meine These ist, dass die Auseinandersetzung mit den Grundannahmen über den Forschungsgegenstand Klimawandel auch zu einer Auseinandersetzung über die angemessene Konzeptualisierung des Forschungsgegenstandes selbst geführt hat.
Climate change is being discussed intensively in practical philosophy due to the enormous need for action that arises from it. Furthermore, as a sub-discipline of environmental ethics, climate ethics is still a very young field of research, focussed particularly on basic assumptions about its subject matter. This article will therefore focus on three strands of the debate in climate ethics that highlight and exemplify how climate change is currently being reflected and how climate ethics has evolved. My thesis is that the examination of the basic assumptions about climate change as a subject matter has also led to an examination of the appropriate conceptualisation of the subject matter itself.
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