Lebenswelt, Metapher und Mythos bei Hans Blumenberg
Zu einer politischen Metaphorologie.
Schlagwörter:
Metapher, Mythos, Lebenswelt, Begriff, AnalogieKey words:
Metaphor, myth, Lifeworld, concept, analogyAbstract
Dieser Text möchte eine Verbindung zwischen der Analyse der Metapher aus phänomenologisch-anthropologischer Sicht im Denken Blumenbergs und einigen theoretischen und methodologischen Aspekten, die für die Theorie der Unbegrifflichkeit konstitutiv sind, herstellen. Ohne den Anspruch zu erheben, durch diese Konstruktion eine verborgene Kohärenz im facettenreichen Denken des Autors aufzeigen zu können, verteidige ich die Idee, dass Blumenberg selbst Brücken geschlagen hat und dass durch die Herstellung von Verbindungen zwischen einigen Aspekten des umfangreichen Blumenbergschen Werks ein Horizont für die Entwicklung einer „politischen Metaphorologie“ entstehen kann. Ich bin der Ansicht, dass die Analyse der Begriffe Lebenswelt und Absolutismus der Wirklichkeit sowie der Beziehung zwischen Mythos und Metapher es uns ermöglicht, auf eine grundlegende Dimension der Beziehung hinzuweisen, die wir Menschen zu dem Anderen herstellen, sei er menschlich oder nicht menschlich. Ich werde aufzeigen, dass Metaphern auch als Mechanismen der Unsichtbarmachung fungieren können, etwa, wenn sie politisch für den Zweck mobilisiert werden, das Anderssein zu verabsolutieren. Kurz gesagt, in diesem Text soll eine politische Metaphorologie in der phänomenologisch-anthropologischen Dimension von Blumenbergs Denken begründet werden.
This text aims to establish a connection between the analysis of metaphor from a phenomenological-anthropological perspective in Blumenberg's thought and some theoretical and methodological aspects that are constitutive for the theory of unconceptuality. Without claiming that this construction can reveal a hidden coherence in the author's multifaceted thinking, I propose to defend the idea that Blumenberg himself built bridges and that by establishing connections between some aspects of his extensive work, a horizon for the development of a “political metaphorology” can emerge. I believe that analyzing the concepts of Lifeworld and absolutism of reality on the one hand, and the relationship between myth and metaphor on the other, allows us to point to a fundamental dimension of the relationship that we humans establish with the Other, whether human or non-human. I will attempt to show that metaphors can also function as mechanisms of invisibilization when they serve political purposes that seek to absolutize otherness. In short, this text aims to establish a political metaphorology in the phenomenological-anthropological dimension of Blumenberg's thought.
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