Einleitung
Exemplarität und Einbildungskraft
Schlagwörter:
Exemplarität, Einbildungskraft, Urteilskraft, Vorbilder, BeispieleKey words:
Imagination, Power of Judgement, Role Models, Examples, ExemplarityAbstract
Der Themenschwerpunkt widmet sich dem noch nicht zureichend ergründeten Zusammenhang von Exemplarität und Einbildungskraft im Kontext von menschlichem Handeln und Urteilen. Ziel des Schwerpunkts ist es, diesen Aspekt innerhalb der praktischen Philosophie in den Blick zu nehmen und bestehende Debatten zu vertiefen. Dabei werden unterschiedliche Perspektiven auf das Wechselspiel zwischen Beispielen, dem Exemplarischen und der Fähigkeit zur Imagination untersucht. Die Beiträge zeigen sowohl das theoretische Potenzial als auch die Herausforderungen im Umgang mit Beispielen auf – sei es in der philosophischen Reflexion oder in alltäglichen Zusammenhängen. Die Spannweite der praktischen Bezüge reicht von der Bedeutung persönlicher Vorbilder über die Rolle von Literatur und sozialen Medien bis hin zu Fragen des technologischen und ökologischen Wandels. Obwohl die Beiträge hierfür unterschiedliche theoretische und methodische Zugänge wählen, eint sie das Interesse an der Beantwortung der Fragen, welche Beispiele vor dem Hintergrund bestimmter sozialer und historischer Kontexte überhaupt als exemplarisch gelten können und inwiefern unsere Einbildungskraft dabei einschränkend oder ermöglichend wirkt.
The special issue deals with the connection between exemplarity and imagination in the context of human action and judgment, which has received little scholarly attention so far. The aim is to shed light on this aspect within practical philosophy and thereby to deepen existing debates. The contributions highlight both the theoretical potential and the challenges involved in dealing with examples – within philosophical reflection as well as in everyday contexts. The practical references range from the importance of personal role models to the role of literature and social media to questions of technological and ecological transformation. Although the contributions take different theoretical and methodological approaches, what they all have in common is an interest in which examples can be considered exemplary against the backdrop of specific social and historical contexts and to what extent our imagination has a limiting or enabling effect in this regard.
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